Gründung des SPD Ortsvereins Ludwigsau-Fuldatal

Am 10.08.2023 fand die Gründungsversammlung des neuen SPD-Ortsvereins Ludwigsau-Fuldatal in Mecklar statt.

Auf Einladung des Vorsitzenden des Gemeindeverbandes Ludwigsau, Markus Sauerwein, wurde während einer gemeinsamen Mitgliederversammlung der Ortsvereine Friedlos-Reilos, Meckbach und Mecklar der SPD-Ortsverein Ludwigsau-Fuldatal mit insgesamt 54 Mitgliedern gegründet.

In der Versammlung wurde Patrick Kuhn aus Friedlos einstimmig als 1. Vorsitzender gewählt. Vertreten wird er von Frank Sandrock aus Mecklar. Für die Kassengeschäfte sind Max Braun und Werner Scheer verantwortlich. Als Schriftführer fungiert Heino Stange. Der Vorstand wird komplettiert durch zwei Beisitzer, Eberhard Leiter und Thomas Baumann.

Als Gastredner waren der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks und Landrat Torsten Warnecke, sowie Karina Fissman, Mitglied des hessischen Landtages, anwesend.

Fissmann ging in ihrer Rede auf wichtige landespolitische Themen ein.

So bedauerte sie, dass es im Untersuchungsausschuss zum Mordfall von Walter Lübke keine Einigung auf einen gemeinsamen Abschlussbericht gegeben habe.

Scharf kritisierte sie die Inflation von Fördermittelbescheiden, die im aktuellen Wahlkampf von Vertretern der schwarz-grünen Landesregierung verteilt würden. Oft blieben die Kommunen auf den Restkosten der geförderten Maßnahmen sitzen. Fissmann: „Diese angeblichen Wohltaten sind vor allem ein Griff in die PR-Trickkiste der schwarz-grünen Landesregierung. Die Gelder, die den Städten und Gemeinden vorenthalten werden, um sie danach als Finanzhilfen und Zuschüsse des Landes zu verkaufen, sind in Form von höheren Gebühren und steigenden Steuern letztendlich von den Bürgerinnen und Bürgern aufzubringen. Fissmann: „Schwarz-Grün macht Hessen zur Krisenregion der Kommunalfinanzen!“

Im Zusammenhang mit dem miserablen Zustand der Landesstraße L3254 im oberen Rohrbachtal ging die Rednerin auch auf die unhaltbare Verkehrsbelastung der Menschen im Ludwigsauer Ortsteil Beenhausen ein, über die sie den zuständigen Hessen-Minister Tarek Al Wazier informiert und um Hilfe des Landes gebeten habe.

Das Ministerium hat daraufhin im November vorigen Jahres mitgeteilt, dass die grundhafte Sanierung dieses Streckenabschnittes bis zum Jahr 2025 erfolgen soll. Für den Bereich der Ortsdurchfahrt von Beenhausen stünden noch „Abstimmungen“  aus. Fissmann: Auf meinen Hinweis, dass der Schwerlastverkehr in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen habe, verwies das Ministerium auf eine Verkehrszählung vom Jahr 2020 aufgrund deren Ergebnis es zunächst keine Sperrung der gesamten L3254 für LKW über 7,5 Tonnen geben werde.

Torsten Warnecke sieht die Entwicklung der Kliniken und der Gesundheits-versorgung im Landkreis auf einem guten Weg. Insbesondere halte er die Sicherung des Standortes einer Herzchirurgie im Zusammenhang mit der geplanten Erweiterung des Klinikums Bad Hersfeld für notwendig.

Weiterhin verwies er auf den guten Zustand der Schulen im Landkreis. Warnecke: „Die bestehenden Schulstandorte müssen bestehen bleiben!“

Zum Thema Photovoltaikanlagen hat Warnecke kein Verständnis dafür, dass für diese notwendige Technik der Energieversorgung wertvolle Ackerböden genutzt werden sollen. Er setze sich für die Nutzung der genügend vorhandenen Dächer auf öffentlichen Gebäuden und auf den Hallen von Industrie- und Logistikunternehmen ein. Warnecke: „Diese und andere Themen im Rahmen der Klimaveränderung, sowie die Stärkung des Ehrenamtes, ob in den vielen Vereinen oder bei den Feuerwehren, werden im Mittelpunkt meiner Arbeit in den kommenden Jahren stehen!“